soulfire DNA – Teil 7: Eine Gemeindegründungsbewegung

Wir hoffen und beten, dass mit der soulfire-Gemeindegründung nicht nur eine einzelne neue Gemeinde in Köln entsteht, sondern eine Bewegung losgetreten wird. Was man sich genau unter einer Gemeindegründungs- bewegung vorzustellen hat, und warum sie so wichtig ist, darum geht es in diesem Artikel.

Was ist eine Gemeindegründungsbewegung?

Einer der Fachleute zu diesem Thema, David Garrison, schreibt, dass man eine Gemeindegründungsbewegung (GGB) anhand von drei Charakteristika identifizieren kann:

1. Geschwindigkeit. Ein wichtiger Faktor bei einer GGB ist die Geschwindigkeit, in der neue Gemeinden entstehen. Wenn es Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauert, damit an einem Ort oder in einem Land einige neue Gemeinden entstehen, sollte man wahrscheinlich eher nicht von einer Bewegung sprechen. Bei einer GGB entstehen neue Gemeinden in ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit. Bei Redeemer ist das gesteckte Ziel jeder Gemeinde die Gründung einer Tochtergemeinde alle 3-5 Jahre.

2. Wachstum. Der zweite Faktor ist exponentielles Wachstum. D. h., jede gegründete Gemeinde gründet selber regelmäßig neue Gemeinden. Das Gründen von neuen Gemeinden ist in die DNA eingebaut. Es geschieht nicht zufällig, sondern absichtlich, regelmäßig und strategisch. Praktisch gesehen heißt das: Jede gegründete Gemeinde befindet sich immer an irgendeinem Punkt im Prozess der nächsten Gemeindegründung (Beten, Suchen, Vision entwickeln, Planen, Vorbereiten, Senden, Unterstützen).

3. Einheimische. Der dritte Faktor in Garrisons Definition von Gemeindegründungsbewegung ist, dass sie nicht von außen durch Missionare, Pastoren und Leiter aus dem Ausland gespeist wird. Von Anfang an zieht die GGB ihre zukünftigen Gründer und Pastoren aus dem eigenen Land. Diese sind sensibler dafür, wie das Evangelium in ihrer eigenen Kultur funktioniert. Außerdem entstehen auf diese Weise in jeder Hinsicht selbständigere (und damit robustere) Gemeinden.

„Eine Gemeindegründungsbewegung ist eine schnelle und exponentielle Vermehrung von einheimischen Gemeinden.“ (David Garrison)

Warum braucht man eine Gemeindegründungsbewegung?

Zuerst muss man verstehen, wie Gott diese Welt segnen, heilen und retten will. „Die Gemeinde ist Gottes Plan A um diese Welt zu erreichen. Es gibt keinen Plan B.“ (Chris Tomlin) Als Jesus diese Erde verließ, hinterließ er nicht nur ein paar verstreute Anhänger, oder eine neue Weltreligion. Er hinterließ eine völlig neue Gemeinschaft: die Kirche/Gemeinde. Sie soll die christliche Botschaft leben und verkündigen. Sie soll Gottes Wirken und Reden zu den Menschen bringen. Überall, wo Gott wirkt, entstehen auf kurz oder lang neue Gemeinden. Nur durch sie erfüllt sich der Auftrag Jesu, alle Menschen zu Jüngern zu machen, indem sie gelehrt und getauft werden, in großem Stil. (Um dieses Thema zu vertiefen empfiehlt sich die Lektüre von Tim Kellers Vortrag „Warum Gemeinden gründen?“)

„Die Gemeinde ist Gottes Plan A um diese Welt zu erreichen. Es gibt keinen Plan B.“ (Chris Tomlin)

Gemeindegründungsbewegungen sollten eigentlich normal sein. Eine geistlich starke, gesunde Gemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nach außen orientiert und ausstreckt. Leider spielt häufig das Gründen neuer Gemeinden als effektivste und biblischste Möglichkeit dazu eine viel zu kleine Rolle. Man beschränkt sich oft auf die Missionsbemühungen einzelner Christen oder den Evangelisationsmöglichkeiten der jeweiligen Gemeinde.

Gemeinden/Kirchen sind sehr unterschiedlich. Diese Vielfalt ist kein dramatisches Problem, sondern eine unglaubliche Chance. Denn auch die Menschen, ihre Nöte, Vorlieben und Bedürfnisse sind völlig verschieden. Deswegen braucht es zum einen alle bestehenden Gemeinden/Kirchen einer Stadt, um dieser effektiv dienen zu können. Zum anderen braucht es aber auch eine Gemeindegründungsbewegung, um eine ausreichende Menge an christlichen Kirchen in einer Stadt sicherstellen zu können, und alle Menschen erreicht werden.

Das gemeinsame Ziel der Kirchen und Gemeinden einer Stadt sollte es sein, den vielfältigen Segen und die Liebe Gottes in die Stadt zu tragen. Das Königreich Gottes soll die Stadt von innen heraus mit Vergebung und Heilung durchdringen, so wie Hefe einen Teig durchdringt.

»Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig. Eine Frau nimmt eine Hand voll davon, mengt ihn unter einen halben Sack Mehl, und am Ende ist die ganze Masse durchsäuert.« (Jesus Christus, Matthäus 13,33; NGÜ)

Diese Transformation der Gesellschaft geschieht durch eine Vielzahl an aktiven Ortsgemeinden, die untereinander vernetzt sind. Für diese Vielzahl braucht es eine Gemeindegründungsbewegung.

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