Ein guter Start ins neue Jahr.

Da ist sie wieder: die Zeit des Jahres in der wir langsam aus unserem Festessen-Fresskoma aufwachen und uns langsam klar wird, dass wir uns am Anfang eines neuen Jahres befinden. Viele beginnen das neue Jahr indem sie sich Ziele stecken, die sie im neuen Jahr erreichen wollen. Normalerweise bin ich nicht jemand, der bei so was mitmacht. Nicht dass ich ein Problem mit guten Vorsätzen hätte, aber es ist einfach nicht mein Style. Aber vor einigen Jahren gab mir ein Freund den Tipp, das neue Jahr mit einem “In-einem-Jahr-durch-die-Bibel-lesen-Plan” zu starten. Zu der Zeit war ich ein Neuling im christlichen Glauben und fühlte mich ehrlich gesagt von diesem Gedanken etwas überwältigt. Aber ich nahm die Herausforderung an und legte für mich fest, es zu versuchen. Am 31. Dezember des neuen Jahres hatte ich meinen Weg vom 1. Buch des Mose (Genesis) bis zur Offenbarung des Johannes geschafft. Ich kann mich noch daran erinnern, wie es sich anfühlte, als ich die letzte Seite umblätterte: Ich hatte es tatsächlich gepackt – und unterwegs eine Menge gelernt. Ich verstand das Wort Gottes besser, und hatte als Resultat eine tiefere Spiritualität: eine bessere Beziehung mit Christus.

Wir haben Januar 2013, ein neues Jahr mit neuen Möglichkeiten. Du kannst gut ins neue Jahr starten, indem du dich entscheidest, dir jeden Tag Zeit für Gott zu nehmen. Mach dich mit auf den Weg von Genesis bis zur Offenbarung! Und weißt du, was das Beste daran ist? Die Gewissheit, dass es eine große Bereicherung sein wird!

Hier ein paar Tipps, mit deren Hilfe du dir einen Bibelleseplan aussuchen und ihn auch durchziehen kannst:

  1. Schau auf der Seite youversion.com vorbei – Ich habe diese Seite letztes Jahr entdeckt. Dort gibt es viele gute Bibellesepläne in verschiedenen Sprachen und sogar eine Smartphone-App, die dir helfen kann, den Überblick nicht zu verlieren. Außerdem gibts dort Links zu ausdruckbaren Plänen, die man sich in die Bibel stecken kann.

  2. Bete – Bete nicht nur darüber, wie du in einem Jahr durch die Bibel lesen kannst, sondern nimm dir auch jedes Mal, wenn du liest die Zeit. Vor und nach der Lektüre kurz zu beten kann einen drastischen Einfluss darauf haben, wieviel du letztendlich aus dem Text ziehen kannst.

  3. Beiß nicht mehr ab, als du kauen kannst – Es gibt verschiedene Bibellesepläne: einmal durch die ganze Bibel, einmal durchs Alte und zweimal durchs Neue Testament, manche sogar dreimal durch die ganze Bibel. Für wen solch ein tägliches Pensum zu viel ist, der kann sich auch in zwei Jahren durch die bibel arbeiten. Es ist wichtig, sich ein realistisches, erreichbares Ziel zu stecken, damit man sich nicht am Ende fühlt, als hätte man immer noch unerledigte Hausaufgaben zu machen.

  4. Die richtige Zeit ist immer – Es ist immer schwierig, regelmäßig Zeit für das Lesen zu finden. Das gilt vor Allem für Leute wie mich, die in ihrem Beruf einen flexiblen Wochenplan haben. Manche Leute lesen die Bibel bevor sie morgens aufstehen. Zu diesen Menschen gehöre ich nicht – ich bin gerne bei Bewusstsein wenn ich lese, und brauche deswegen zuerst meinen Kaffee. Manchmal bin ich schon raus aus der Tür und hetze zur U-Bahn ohne Zeit gefunden zu haben. Dann nutze ich einfach spontan das nächste Zeitfenster, dass sich bietet. Normalerweise handelt es sich dabei um Wartezeit an der U-Bahnstation…

  5. Gib bei den schwierigen Abschnitten nicht auf – Wie bei anderen Vorsätzen zum neuen Jahr gibt es auch hier die Tendenz, mit viel Motivation anzufangen, diese aber bald zu verlieren. Beim Lesen der Bibel ist dieser Punkt oft beim 3. Buch Mose erreicht. Aber gib nicht auf, sondern mach weiter! Wenn du das Gefühl hast, dass dir die Lektüre gar nichts sagt, und dich nicht berreichert, empfehle ich den Griff zum Bibelkommentar.

  6. Im Plan zurückzufallen ist kein Problem – Natürlich gibt es immer wieder unvorhersehbare Faktoren im Leben, und Gründe ergeben sich, die dazu führen, dass du im Bibelleseplan hinterher hinkst. Auch das sollte dich nicht davon abhalten, weiter zu mchen. Suche nach Möglichkeiten, um wieder aufzuholen. Ich lese normalerweise einfach ein Kapitel mehr am Tag, bis ich wieder aufgeholt habe.

  7. Versuch nächstes Jahr was Neues – Vielleicht wirst du es am 31. Dezember 2013 schade finden, dass die Erfahrung vorbei ist. Aber selbst dann gibt es noch so viele andere Wege durch die Bibel zu lesen: die gewöhnliche Lesart von Buchdeckel zu Buchdeckel, aber dann auch die chronologische Lesart (nach dem zeitlichen Ablauf der biblischen Ereignisse) oder die historische Lesart (nach dem zeitlichen Ablauf der Verfassung der Texte). Es gibt sogar Webseiten, die dir helfen können, einen ganz eigenen Plan zu entwerfen. Zahllose Möglichkeiten also.

Egal, wie du letztendlich vorgehst, ob dieses Jahr oder nächstes Jahr, ob das erste Mal oder das zehnte Mal – diese Erfahrung wird dich auf jeden Fall prägen. Die Zeit, die man zum Lesen der Bibel verwendet ist gut investiert. Je mehr wir lesen, und je besser wir verstehen wer Gott ist, und was er für die Menschen getan hat – je mehr sich dieses Verständnis vertieft, desto mehr wird es dich verändern.

Ricky Ponce

Kommentar verfassen