Fasten: Ich lass‘ mich überraschen (Erfahrungsbericht von Iken)

Ich möchte kurz über mein Fasten erzählen, und was ich dabei denke und fühle. Genau genommen fühle ich nicht sehr viel dabei… Ich faste von Süßigkeiten und Chips, was man halt so nebenher nascht. Es fällt mir leichter als gedacht.

Es hilft sehr, wenn man sich klare Grenzen zieht. Sonst stellt man sich schnell Fragen wie: „Zählen jetzt Leckereien wie Kuchen, Waffeln oder Teilchen beim Bäcker als Süßigkeit oder nicht?“ Zieht man diese Grenzen nicht, hat man schnell ein schlechtes Gewissen, weil man nicht weiß, ob man das jetzt essen ‚durfte‘ oder nicht. Momentan überlege ich, diese Grenzen enger zu ziehen, damit mir wirklich bewusst wird, dass ich faste. Und es für Gott mache.

Dieses Fasten ist anders, als meine bisherigen Erfahrungen, bei denen ich gar nichts gegessen habe. Sonst hatte ich immer einen bestimmten Gebetsgrund für den ich in der bestimmten Zeit gebetet und auf Gott gewartet habe, in der Erwartung, dass er antwortet.

Jetzt denke ich nicht viel darüber nach. Es fällt nur in einer Gruppe auf, wenn z.B. Schokolade herumgereicht wird. Was mir hilft, ist auch dass es andere wissen. Wobei man dabei vorsichtig sein sollte, es geht nicht darum, es an die große Glocke zu hängen, weil man dann für Aufmerksamkeit fastet und nicht für Gott.

Ansonsten bin ich mal noch gespannt, was Gott mit dieser Zeit anfängt. Ich erwarte, dass er was macht, was auch immer, ich lass mich überraschen.

„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Jesus Christus in der Bergpredigt)

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