Warum wir uns vermehren wollen. (Tobias Sänger)

Unser Ziel für Soulfire Köln ist nicht bloß die Gründung einer einzelnen Gemeinde. Wir haben die Vision, dass aus unserer Gemeinde innerhalb der nächsten Jahre weitere Gemeinden entstehen (am liebsten alle 3-5 Jahre). Warum verfolgen wir dieses Ziel?

1: Weil das Christentum eine Bewegung ist. Jeder Christ ist ein Repräsentant des Glaubens und ein Aktivist für die Sache Jesu. Diese Überzeugung gehört zum Kern unserer Identität als Gemeinde in der freikirchlichen Tradition. Strukturen, Institutionen und Methoden sind notwendig. Sie sind wie das Skelett eines Körpers. Aber sie sind nicht das Leben.

Jesus selber hat diese Bewegung losgetreten. Er hat die Gemeinde gegründet, und baut daran bis heute weiter. Die frühe Kirche breitete sich so unglaublich schnell aus, weil sie dieses Selbstverständnis hatte. Bewegen heißt aber nicht, einfach irgendwie ‚was zu machen‘ – wir wollen etwas bewirken und verändern! Unser Ziel ist es, zusammen zu bezeugen und in Ansätzen zu erleben, was Jesus versprochen und möglich gemacht hat: verändertes Leben, eine neue Gemeinschaft. Um eine Bewegung zu bleiben, müssen wir uns selbst erneuern. Das passiert durch die Gründung neuer Gemeinden.

2: Weil das Christentum aus Gemeinden besteht. Christ zu werden bedeutet, Teil einer Familie, eines Körpers zu werden. Es ist die Gemeinschaft der Gläubigen, durch die wir das Evangelium hören, die für uns betet, in die wir hineingetauft werden, die uns aufnimmt, lehrt, ausrüstet, aussendet und trägt.

Bevor Jesus nach seiner Auferstehung zurück zu seinem Vater ging, gab er den Jüngern den sogenannten ‚Missionsbefehl‘: zieht los, predigt das Evangelium und tauft und unterrichtet diejenigen, die gläubig geworden sind. Die Jünger taten genau das: sie zogen los und gründeten Gemeinden. (Mehr Infos zu diesem Punkt findest du hier.)

3: Weil eine Stadt eine große Anzahl und Vielfalt von christlichen Gemeinden und Kirchen braucht.

a) Um Jesus möglichst vollständig zu repräsentieren. Gott selbst ist eine Dreieinigkeit – er ist Vielfalt in Einheit in Person. Von Anfang an hat Gott klar gemacht, dass er sich in und durch Beziehungen und Gemeinschaft offenbart (Ehe, Familie, Freundschaften, Gesellschaft).

Gemeinsam können Menschen Gott besser verstehen und ihn durch ihre Beziehung auch besser widerspiegeln. Das Gleiche gilt auch für Kirchengemeinden. Global und zeitübergreifend gesehen, gibt es nur eine Kirche. Das ist die Einheit. Doch diese Kirche ‚manifestiert sich‘ in den Ortsgemeinden. Und diese einzelnen Gemeinden haben unterschiedliche Schwerpunkte, was Stil oder Ausrichtung angeht. Das ist die Vielfalt. Gott ist so unglaublich komplex, dass es eigentlich nicht genug Gemeinden geben könnte, um diese Komplexität zu verkörpern.

b) Um Menschen möglichst gut lieben zu können. Wir sind hier, um zu helfen und zu dienen. Die Eigenschaften, Nöte und Bedürfnisse der Menschen sind sehr unterschiedlich. Die Gesellschaft ist wirklich vielfältig – besonders in der Stadt! Um in unserem Dienst spezifisch sein zu können, brauchen wir Gemeinden, die darauf Rücksicht nehmen.

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